Leitfaden
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Vorwort

Uwe Martini

Liebe Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, liebe Pfarrerinnen und Pfarrer, liebe hauptberuflich und ehrenamtlich Mitarbeitende in der Konfi-Zeit,

die Konfirmandenarbeit ist eines der wichtigsten Angebote für Jugendliche unserer Kirche. Dieser Leitfaden will Sie dabei unterstützen, für die Konfirmandenarbeit ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das zugeschnitten ist auf Ihre Gemeinde und Ihr Dekanat. Sie selbst finden heraus:

  • was Konfirmation heute bedeuten kann,
  • welche Ziele Ihnen für die Konfi-Zeit in Ihrer Gemeinde wichtig sind,
  • wie die Konfi-Zeit für die Jugendlichen in Ihrer Gemeinde zu einer besonderen Zeit werden kann, 
  • wie Sie die Jugendlichen als Konfirmandinnen und Konfirmanden unterstützen können und wollen,
  • welche besonderen Fragen zu klären sind, damit ein Konzept entstehen kann, das zu Ihrer Gemeinde passt.

Verschieden sind die Rahmenbedingungen und die Gemeindekonzepte in der EKHN, verschieden sind die zur Verfügung stehenden Ressourcen und die mit der Konfi-Zeit verbundenen Ziele. Deshalb haben wir uns inhaltlich auf die Lebensordnung der EKHN als einendes Band bezogen und laden ein zur Erarbeitung von lokal ausgerichteten Konfi-Konzeptionen, die sich in diesem – von der Lebensordnung gesetzten – Rahmen entwickeln. Dazu haben wir die unserer Meinung nach drängendsten aktuellen Herausforderungen beschrieben, mit der sich heute Konfirmandenarbeit konfrontiert sieht, und einen Strauß von Zielen aufgefächert, die sich aus dem theologischen Verständnis der Konfirmation laut Lebensordnung entfalten.

Ziel des Prozesses, zu dem wir Sie einladen, ist Ihr eigenes „Rahmenkonzept Konfi-Zeit“. In diesem Rahmen­konzept sind die Ziele der Konfirmandenarbeit und die spezifischen Herausforderungen für die Konfir­manden­arbeit vor Ort reflektiert und nach Möglichkeit mit konkreten Lösungen versehen. Dieses Rahmen­konzept dient dem Kirchenvorstand dazu, seine Verantwortung für die Konfirmandenarbeit wahr­zunehmen. Es dient dem Team der Mitarbeitenden als Grundlage, um eine konkrete Jahresplanung mit Themen, Arbeitsformen etc. zu erarbeiten und dann umzusetzen. Im Idealfall sollte das Rahmenkonzept einmal im Jahr im Kirchenvorstand besprochen und im Rückblick ausgewertet und für das kommende Jahr angepasst und verändert werden.


Diese Handreichung steht nicht in einem bezugsfreien Raum. Mit ihr entwickeln wir eine Konfi-Konzeption weiter, die basiert auf dem „doppelten Perspektivwechsel“ (von den Jugendlichen aus und in die Gemeinde hinein), den wir als EKHN seit 2003 gezielt vollziehen. Es fließen Elemente der im schulischen Bereich entwickelten Kompetenzorientierung ein. Deutlich wird dies besonders im Feld der Ziele, die konsequent aus der Perspektive der Jugendlichen als ein Befähigungsmodell verstanden und formuliert werden. Einen weiteren Bezugsrahmen stellen die beiden bundesweiten Studien zur Konfirmandenarbeit dar.


Wir sind überzeugt davon, dass es den Verantwortlichen Spaß machen kann, sich zusammen auf diesen Weg des Nachdenkens zu begeben. Wir hoffen, dass Konfis und Erwachsene in der Kirchengemeinde so durch die Konfi-Zeit gehen können, dass auf beiden Seiten positive Veränderungsprozesse wirksam werden. Sie werden sicherlich einen Weg finden, wie Sie die Ergebnisse Ihres Nachdenkens auch in der Gemeinde veröffentlichen können. Auch wir würden uns freuen über Rückmeldungen und Informationen über die Ergebnisse Ihrer Diskussionen. Sie finden das Projekt auch im Internet: www.konfi-zeit-gestalten.de. 

Wir wünschen Ihnen viel Freude am Austausch und ergiebige Gespräche in Ihren Teams.

Für die AG Konfirmandenkonzeption 

Uwe Martini, Pfarrer